Machen Sie Ihre Homepage zum Kun­den­ma­gnet­en

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Ralf Skirr
Marketing Experte seit 1987
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Ihre Firmenhomepage: Schlossallee oder Badstraße? 1/6

Der Unterschied zwischen einer guten und einer schlechten Webadresse ist so groß wie beim Monopoly-Spiel der Unterschied zwischen Schlossallee und Badstraße.

Dies ist Schritt 1 von 6 der Serie über die 6 Schritte eines Homepageprojekts. Heute geht es um die Frage: wie finden Sie einen guten Domainnamen für Ihre Firmenhomepage.

Als ich 1999 meine ersten Webadressen registrierte, war mir nicht so wirklich bewusst, wie wichtig diese Entscheidung sein würde. Einige Jahre später habe ich die Webadresse dieser Homepage dann aufwändig geändert.

Heute weiß ich: Eine gute Domain ist ein wertvolles digitales Grundstück, und genau wie bei Monopoly sind die besten Adressen besonders wertvoll.

Schritt 1 im Homepageprojekt: die Wahl der Webadresse

Was ist eine Domain und warum ist sie wichtig?

Damit Ihre Firmenhomepage ins Internet gestellt werden kann, brauchen Sie eine Domain.

Eine Domain ist die Adresse, die man im Internetbrowser eingeben muss um eine Homepage zu erreichen. Die Domain wird auch Webadresse, Domainname oder URL genannt.

Meine eigene Firmendomain ist beispielsweise „internet-online-marketing.de„.

Einige der populärsten Domains in Deutschland sind beispielsweise otto.de, chefkoch.de und kleinanzeigen.de.

Das www ist übrigens bei den meisten Webadressen gar nicht erforderlich. Sie können Homepages auch erreichen, wenn Sie das www weglassen.

Auch Ihre Firmenhomepage kann nur über eine Domain erreicht werden.

Wenn Kunden nach Ihrem Unternehmen oder Ihren Leistungen suchen, ist Ihre Domain oft der erste Kontaktpunkt. Eine passende, einprägsame Domain ist wie ein gut platziertes Geschäft in der Fußgängerzone, einfach zu finden und sofort erkennbar.

Gute und schlechte Domainnamen im Vergleich

Oben habe ich bereits geschrieben: Der Unterschied zwischen einer guten und einer schlechten Domain ist so groß wie beim Monopoly-Spiel der Unterschied zwischen Schlossallee und Badstraße.

Wie groß dieser Unterschied ausfällt, zeigen die Preise, die für begehrte Adressen gezahlt werden. Den Weltrekord hält seit 2025 die Adresse AI.com mit 70 Millionen Dollar, gekauft vom Gründer von Crypto.com. Der höchste jemals veröffentlichte deutsche Preis stammt aus dem Jahr 2008: kredit.de wechselte für 892.500 Euro den Besitzer. Aktueller ist der Verkauf von ferienhaus.de, der 2025 für 357.000 Euro über die Bühne ging.

Daran, dass so hohe Preise gezahlt werden, sehen Sie, wie wichtig ein guter Domainname für Ihre Firmenhomepage ist.

Deshalb sollten Sie bei der Wahl Ihres Domainnamens gründlich nachdenken.

Sammeln Sie zahlreiche Ideen, bevor Sie eine Entscheidung für einen konkreten Namen treffen.

Noch ein Wort zu den Kosten: Wenn Sie einen Domainnamen wählen, den noch niemand registriert hat, kostet er Sie nur 12 bis 20 Euro im Jahr. Angebote für 1 Euro gelten in aller Regel nur für das erste Jahr und werden danach teurer.

Wenn Sie aber einen Namen wollen, den schon jemand registriert hat, müssen Sie unter Umständen sehr hohe Beträge bieten. Unbezahlbar wird es allerdings seltener, als viele befürchten. Die Hälfte aller gehandelten .de-Adressen wechselt für weniger als 700 Euro den Besitzer.

Oft wird alleine Ihr Wunsch, einen Namen zu kaufen, zum Anstoß für eine Auktion, bei der der Preis in die Höhe getrieben wird. Auch die oben genannten Spitzenbeträge sind meistens durch Auktionen zustande gekommen.

Eine gute Domain für Ihre Firmenhomepage

  • wird von Suchmaschinen für Ihre Branche bevorzugt.
  • zeigt Besuchern sofort, worum es bei Ihnen geht.
  • ist leicht zu merken und zu schreiben.
  • führt direkt zu Ihrem Unternehmen.

Erfahrungsgemäß funktionieren diese Bestandteile in Ihrer Webadresse besonders gut:

  • Branchenbezeichnungen
  • Produkt- und Dienstleistungsnamen
  • Ihr Firmenname, sofern er nicht zu kompliziert ist
  • Ortsnamen, wenn Sie überwiegend lokal tätig sind

Profi-Tipp: Sichern Sie sich bei Namen, die aus mehreren Wörtern bestehen, sowohl die Version mit als auch ohne Bindestrich.

So können Sie sicherstellen, dass kein Mitbewerber zum Trittbrettfahrer wird.

Beispiel: internet-online-marketing.de und internetonlinemarketing.de.

Beide führen zur gleichen Firmenhomepage. Hätte ich nur einen der beiden Domainnamen registriert, bestünde die Gefahr, dass ein Konkurrent den anderen Namen registriert und mir so mit meinem eigenen Branding Konkurrenz macht.

Was ist mit neuen Endungen wie .shop oder .online?

Neben den bekannten Endungen .de und .com gibt es seit einigen Jahren hunderte neue: .shop, .online, .digital, .berlin und viele mehr. Sie wachsen schnell, weil die Anbieter sie im ersten Jahr oft für weniger als einen Euro abgeben.

Beim Verlängerungspreis sieht die Rechnung anders aus. Für eine .shop-Adresse verlangen deutsche Anbieter ab dem zweiten Jahr zwischen 48 und 66 Euro, für .online zwischen 42 und 49 Euro. Eine .de-Adresse kostet dauerhaft 12 bis 20 Euro im Jahr. Prüfen Sie deshalb immer den Preis ab dem zweiten Jahr, bevor Sie eine günstige Endung registrieren.

Für ein deutsches Unternehmen mit deutschen Kunden bleibt .de die richtige Wahl. Diese Endung genießt hier das größte Vertrauen, und Ihre Kunden tippen sie automatisch ein, wenn sie sich an Ihren Firmennamen erinnern. Neue Endungen sind eher etwas für Marken, die bewusst mit dem Namen spielen wollen, etwa wenn eine Werbeagentur eine Kampagnenseite braucht.

Der Nachteil von .de: Im Juli 2026 hat der Bestand an .de-Adressen die Marke von 18 Millionen überschritten, praktisch jedes gängige deutsche Hauptwort ist längst vergeben. Wenn Ihr Wunschname belegt ist, kommen Sie mit einer Kombination aus zwei Wörtern meist weiter als mit dem Ausweichen auf eine exotische Endung.

So wählen Sie Ihre Domain aus (Unser gemeinsamer Prozess)

Dieser Schritt umfasst folgende Aktivitäten:

Was Sie als Kunde tun:

  1. Ideen sammeln: Notieren Sie Schlüsselwörter zu Ihrer Branche, Ihren Produkten und Ihrem Standort.
  2. Prioritäten setzen: Welche Begriffe sind Ihnen besonders wichtig?
  3. Entscheidung treffen: Wählen Sie aus den verfügbaren Optionen Ihre Favoriten aus.

Was wir als Agentur für Sie übernehmen:

1. Verfügbarkeit prüfen: Wir recherchieren, welche Ihrer Wunschnamen noch frei sind. Wenn Sie nicht auf uns warten wollen, können Sie eine erste Prüfung schon selbst machen.

Dazu geben Sie einfach jede Wunschadresse im Webbrowser ein. Wenn dann schon eine Homepage erscheint, können Sie diese Adresse von Ihrer Wunschliste streichen.

2. Beratung: Wir bewerten die Optionen aus Marketing-Sicht.

3. Registrierung: Wir kümmern uns um die technische Umsetzung, also die Registrierung der Webadresse für Ihre Firma.

Viele meiner Kunden sind überrascht, wie schnell wir diesen Schritt gemeinsam abschließen können, wenn sie gut vorbereitet sind.

Häufige Fragen meiner Kunden zu diesem Schritt

„Soll ich meinen Firmennamen oder Suchbegriffe in der Domain verwenden?“
Wenn Ihr Firmenname kurz und einprägsam ist, kann das eine gute Wahl sein. Wenn es nicht zu lang wird, empfehle ich eine Kombination aus Name und Branche, wie bei beispielsweise „maler-halfmann.de“.

„Wie wichtig ist die Domain-Endung (.de, .com, usw.)?“
Für lokale Unternehmen in Deutschland empfehle ich immer .de, wie oben beschrieben. Internationale Unternehmen sollten zusätzlich .com erwägen.

„Kann ich die Domain später noch ändern?“
Technisch ja, aber aus Marketingsicht ist das wie ein Umzug Ihres Ladengeschäfts, also aufwändig und mit Risiken verbunden. Besser gleich richtig entscheiden!

Ihre Checkliste für diesen Projektschritt

  • Sammeln Sie Schlüsselwörter zu Ort, Branche, Firma, Produkt und Dienstleistung.
  • Bilden Sie mögliche Domainnamen durch Kombination von Schlüsselwörtern und Namen.
  • Prüfen Sie bzw. lassen Sie uns prüfen, welche dieser Namen noch frei sind.
  • Prüfen Sie bei einer anderen Endung als .de den Preis ab dem zweiten Jahr.
  • Entscheiden Sie sich für einen der Namen und lassen Sie uns die Adresse für Ihre Firmenhomepage registrieren.

Wenn Sie von uns Ihre Firmenhomepage erstellen lassen, helfen wir Ihnen mit Namens-Vorschlägen und prüfen die Verfügbarkeit Ihrer Wunschdomain.

Nach diesem Schritt geht es weiter mit der Auswahl des richtigen Webhostings für Ihre Firmenhomepage. Dabei entscheiden Sie, wo Ihre neue Website technisch „wohnen“ wird.

Herzliche Grüße und viel Weberfolg!
Ralf Skirr

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